
Das Weingut
Ein Hof, ein Berg, drei Generationen.
Wir sind das Weingut Robert Rapp aus Ebernburg. Rund 8 Hektar Reben, ein alter Keller, eine Familie, die seit 1952 hier Wein macht.
Geschichte
Von ein paar Parzellen zum Familienweingut.
Ebernburg war immer ein Weinort. Schon vor über tausend Jahren standen Reben am Schlossberg, und die Herren der Ebernburg, Franz von Sickingen und sein Gast Ulrich von Hutten, tranken ihn. Unsere Familie kam später dazu, aber sie blieb.
Heute führt Robert den Betrieb in dritter Generation. Was er von seinem Großvater gelernt hat: Geduld. Was er von seinem Vater gelernt hat: Präzision. Was er selbst dazugebracht hat: den Mut, weniger zu tun.
1952
Der Anfang
Der Großvater übernimmt ein paar Parzellen am Schlossberg und baut den ersten eigenen Wein aus. Verkauft wird aus dem Keller heraus, an Nachbarn, Gäste der Kurstadt und die Wirtshäuser im Tal.
1980er
Die zweite Generation
Der Vater erweitert den Betrieb um Flächen im Luisengarten und am Stephansberg, pflanzt Burgunder und stellt den Keller auf temperaturgeführte Gärung um. Erste Flaschen gehen in den Versand.
Heute
Robert übernimmt
Nach Ausbildung und Stationen in anderen Betrieben kehrt Robert nach Ebernburg zurück. Begrünung, Handlese, Spontangärung und lange Hefelager prägen seitdem den Stil. Der Hof bleibt, was er immer war: ein Familienbetrieb.
Der Betrieb in Zahlen
Klein genug, um jeden Stock zu kennen.
8 ha
Rebfläche
in vier Ebernburger Lagen
≈ 50 %
Riesling
dazu Burgunder, Scheurebe, Rivaner, Dornfelder
50k
Flaschen pro Jahr
je nach Jahrgang
9
Rebsorten
weiß, rosé, rot und Sekt
Wo wir arbeiten
Vier Lagen rund um den Rotenfels.
Alle unsere Weinberge liegen fußläufig vom Hof. Die Böden könnten unterschiedlicher kaum sein.

Ebernburger Schlossberg
Porphyr (Rhyolith), 290 Mio. Jahre alt
Riesling

Ebernburger Köhler-Köpfchen
Porphyr und Porphyr-Konglomerate
Riesling, Weißburgunder

Ebernburger Stephansberg
Vulkangestein, Sandstein, Kies, Lehm
Riesling, Grauburgunder, Spätburgunder

Ebernburger Luisengarten
Kiesablagerungen und Lösslehm
Burgundersorten, Scheurebe, Dornfelder
Wie wir arbeiten
Sechs Grundsätze, an die wir uns halten.
Nichts davon ist spektakulär. Alles davon ist Arbeit. Zusammen ergibt es Weine, die nach Ebernburg schmecken und nicht nach Technik.
Begrünte Rebzeilen
Zwischen den Reben wachsen Gräser, Kräuter und Leguminosen. Sie schützen den Boden vor Erosion, binden Stickstoff und machen den Weinberg zu einem Lebensraum.
Kein Herbizid
Unter den Stöcken arbeiten wir mechanisch. Das ist aufwendiger, aber der Boden bleibt lebendig, und das schmeckt man.
Handlese, selektiv
Jede Traube geht durch unsere Hände. Faules wird aussortiert, Gesundes kommt in kleinen Kisten in den Keller, oft noch am selben Vormittag.
Spontangärung
Unsere Lagenweine vergären mit den Hefen, die im Weinberg und im Keller leben. Das dauert länger und braucht Aufmerksamkeit, gibt den Weinen aber Tiefe und Charakter.
Zeit auf der Hefe
Die Weine bleiben nach der Gärung Monate auf der Feinhefe. Das macht sie cremiger, stabiler und langlebiger, ganz ohne Zusätze.
Große Holzfässer
Für die Burgunder und den Schlossberg-Riesling nutzen wir große, gebrauchte Holzfässer. Sie lassen den Wein atmen, ohne ihm Holzgeschmack aufzudrängen.

Die Region
Nahe. Klein, steil, vielfältig.
Mit rund 4.200 Hektar ist die Nahe eines der kleineren deutschen Anbaugebiete, aber geologisch das abwechslungsreichste. Über 180 Bodenarten auf 130 Kilometern Flusslauf. Ebernburg liegt im oberen Teil, dort wo das Tal eng wird und die Felsen rot.
Der Rotenfels gegenüber unserem Dorf ist mit rund 200 Metern die höchste Steilwand zwischen Alpen und Skandinavien. Er speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts an die Reben ab. Das, und der Regenschatten des Hunsrücks, machen Ebernburg zu einem der trockensten und wärmsten Flecken der Nahe.
Wer uns besucht, verbindet das am besten mit einer Wanderung über den Rotenfels, einem Besuch der Ebernburg oder einem Tag in der Kurstadt Bad Münster am Stein mit ihren Salinen.